Erfahrungsbericht von Dr. Bernd Schlarmann

FIDES Partner, Steuerberater

Herr Dr. Schlarmann, warum haben Sie sich für eine Karriere in der Steuerberatung entschieden? Welche damit verbundenen Berufsmöglichkeiten haben Sie gereizt?

Während meines Studiums habe ich das nationale und internationale Steuerrecht als sehr komplex wahrgenommen. Sich damit noch eingehender auseinanderzusetzen und zu erfassen, wie sich bestimmte Lebenssachverhalte bzw. Geschäftstätigkeiten auf die steuerliche Situation einer natürlichen Person oder eines Unternehmens auswirken, empfand ich und empfinde ich auch noch heute als sehr interessant.

Zudem habe ich es immer als große Herausforderung angesehen, die Komplexität des Steuerrechts gegenüber Personen, die sich nicht tagtäglich mit dem Thema „Steuerrecht“ befassen, auf ein gewisses „verständliches“ Maß zu reduzieren. Aus diesem Grund hat mich auch die Kommunikation mit dem Mandanten in steuerlichen Angelegenheiten gereizt; insbesondere auch deshalb, weil mir der Umgang mit Menschen sehr viel Spaß macht.

Zudem hat mich am steuerberatenden Beruf gereizt, dass es in diesem Berufszweig zahlreiche Entwicklungsmöglichkeiten gibt. Diese betreffen insbesondere die Chance, nach Ablegen des Steuerberaterexamens sich weitergehend zu qualifizieren und Partner in einer Kanzlei werden zu können.

Mit welchen Erwartungen sind Sie zu FIDES gekommen? Wurden diese erfüllt?

FIDES war mein erster Arbeitgeber nach dem Studium. Mir persönlich war es mit Blick auf den Berufseinstieg wichtig, zunächst möglichst vielfältige Erfahrungen in der Steuerberatung mittelständischer Unternehmen zu sammeln. Vor diesem Hintergrund bin ich mit der Erwartung zu FIDES gekommen, mich in den ersten Berufsjahren bei einer führenden mittelständischen Steuerberatungsgesellschaft weiter zu qualifizieren. In erster Linie wollte ich von den erfahrenen Steuerberatern von FIDES lernen. Diese für mich überaus wertvolle Berufserfahrung konnte ich bei FIDES sammeln.

Daneben war meine Erwartung, dass ich mich bei FIDES in bestimmten steuerlichen Themen spezialisieren kann und dass ich dabei Teil eines dynamischen Teams mit flachen Hierarchien werde. Auch diesbezüglich wurde ich von FIDES nicht enttäuscht. Ganz im Gegenteil: Nach einer fachlich breiten Ausbildung in den ersten Jahren bin ich nunmehr dabei, neben anderen Themen eine Spezialisierung im „Internationalen Steuerrecht“ aufzubauen. Besonders gut gefällt mir dabei, dass FIDES durch die Mitgliedschaft bei Praxity in der Lage ist, grenzüberschreitende Geschäftsaktivitäten umfassend zu beraten.

Was schätzen Sie besonders an Ihrem Beruf?

Besonders schätze ich, dass Steuerberater bei ihrer Berufsausübung nicht Teil eines Problems, sondern vielmehr Bestandteil einer Lösung sind und in diesem Zusammenhang einen großen Mehrwert bieten können. Dafür muss sich der Steuerberater in einem ersten Schritt in enger Abstimmung mit dem Mandanten ein genaues Bild von der zu beurteilenden Situation machen. Danach sind die Einflüsse der Gesetzgebung, der Rechtsprechung und der Finanzverwaltung auf den Sachverhalt zu identifizieren und entsprechend zu berücksichtigen. Diese vielfältigen Bezugspunkte zu unterschiedlichen Interessengruppen machen aus meiner Sicht den steuerberatenden Beruf zu einem sehr interessanten Tätigkeitsfeld.

An meiner Arbeit bei FIDES schätze ich, dass ich bislang in unterschiedlichste Projekte eingebunden wurde und ich dabei neben steuerlichen Erfahrungen auch viel über die betreffenden Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen (Logistik, Hafenwirtschaft oder dem produzierenden Gewerbe) erfahren habe. Durch diese breit gefächerten Einblicke in die Wirtschaft habe ich wichtige Branchenkenntnisse gesammelt und ein Verständnis darüber entwickelt, was verschiedene Unternehmer antreibt und welchen Chancen und Risiken sie bei der Umsetzung ihres unternehmerischen Engagements ausgesetzt sind.

Ferner finde ich am steuerberatenden Beruf die Interdisziplinarität sehr gut. Als Steuerberater arbeitet man – je nach Projekt – in der Regel nicht allein, sondern in enger Abstimmung mit Rechtsanwälten und Wirtschaftsprüfern. Über die Zusammenarbeit habe ich bei der FIDES viel über die unterschiedlichen Herangehensweise der Berufsgruppen kennengelernt.

Wenn jemand den gleichen Karriereweg wie Sie einschlagen möchte – was würden Sie ihm/ihr raten?

Grundsätzlich sollte jeder seinen eigenen Weg gehen. Bei einer Karriere in der Steuerberatung ist es aus meiner Sicht von großer Bedeutung, dass man nicht nur lernt, das Steuerrecht zu verstehen, sondern auch eine Idee davon bekommt, wie die damit in Zusammenhang stehenden unternehmerischen Prozesse ablaufen. Neben der steuerlichen Erfahrung ist es deshalb aus meiner Sicht ebenfalls wichtig, viele Eindrücke aus der Wirtschaft zu gewinnen und für sich einzuordnen.

Darüber hinaus sollte man keine Scheu davor haben, sich im steuerlichen Bereich auf der Grundlage einer breiten steuerlichen Grundausbildung hinsichtlich bestimmter Themen zu spezialisieren. Dies halte ich insbesondere vor dem Hintergrund der zunehmenden Digitalisierung in der Steuerberatung für besonders wichtig, da eine Spezialisierung oftmals nicht so leicht durch einen Computer zu ersetzen ist.

Vielen Dank für das Gespräch.

Sehr gerne.