Erfahrungsbericht von Wiebke Wöbse

Praktikantin bei den FIDES Unternehmerberatern

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, ein Praktikum bei den Unternehmerberatern von FIDES zu machen?

Nach dem Abitur habe ich eine Ausbildung zur Steuerfachangestellten absolviert und anschließend ein Wirtschaftsrecht-Studium in Osnabrück angefangen. Ich hatte also schon einige Ideen, in welchem Bereich ich ein Praktikum machen könnte. Durch die Karriere-Messe an der Hochschule Osnabrück habe ich FIDES und die Unternehmerberater entdeckt. Kurze Zeit später hatte ich auch schon mein Bewerbungsgespräch mit Herrn Kersten, dem Geschäftsführer der Unternehmerberater, und dann war ich mir sicher, dass das gut passen würde.

Wie ist ihr erster Tag bei den Unternehmerberatern verlaufen?

Zunächst habe ich die Kollegen kennengelernt. Zumindest die, die gerade im Büro waren. Das Team der Unternehmerberater ist überschaubar und dadurch ist alles eher familiär. Ich habe mir ein Büro mit zwei Kollegen geteilt. Die Beiden haben mich dann auch durch das Praktikum begleitet, weil sie häufig meine ersten Ansprechpartner waren, wenn ich mal Fragen hatte. Ansonsten habe ich den Tag genutzt, um mir einen Überblick zu verschaffen und mich in das erste Projekt einzulesen. Aber wirklich spannend war dann der zweite Tag. Ich wurde für einen Monat beim Mandanten vor Ort eingesetzt. Ich hatte nicht erwartet, dass das sofort passieren würde und war zunächst überrascht.

Haben Sie sich überfordert gefühlt?

Nein, überhaupt nicht. Ich fand es toll, dass ich gleich am Anfang richtig eingebunden wurde. Ich war von Anfang an mit dabei und ein vollwertiges Teammitglied, das auch ernst genommen wurde. Ich habe mich wirklich wertgeschätzt gefühlt und wurde nicht nur als „die Praktikantin“ gesehen. Alle Kollegen haben sich immer Zeit genommen, um mir alles in Ruhe zu erklären und meine Fragen zu beantworten.

Worum ging es in diesem Projekt?

Es ging um die betriebswirtschaftliche Unterstützung eines Unternehmens im Insolvenzverfahren. Wir haben die Buchführung aufgearbeitet und die laufende Buchhaltung erstellt. Das passierte komplett dort vor Ort, weil die Unterlagen manchmal nicht so einfach zu sortieren waren auch wir auch dem Mandanten vor Ort Fragen stellen konnten.

Und wie ging es nach diesem ersten Monat beim Mandanten weiter?

Bei FIDES finden jedes Jahr im Oktober verschiedene Schulungen für die Berufseinsteiger in der Wirtschaftsprüfung statt. Als Praktikantin konnte ich auch an diesen Schulungen teilnehmen. Damit habe ich ungefähr zwei Wochen verbracht. Ich fand das sehr wertvoll, vor allem, weil ich auch frühzeitig erkennen konnte, wie ein späterer Berufseinstieg aussehen würde. Außerdem habe ich viele Schnittstellen zu meinem Studium gesehen und konnte erkennen, wofür ich die Inhalte aus dem Studium später brauchen werde. Ansonsten war ich in zahlreiche Projekte eingebunden und habe an vielen Stellen unterstützt. Ein kurzer Einblick in die Jahresabschlussprüfung war ebenfalls dabei.

Gab es ein Highlight in Ihrem Praktikum? Etwas, das Ihnen besonders gut gefallen hat?

Gegen Ende meines Praktikums durfte ich bei einem großen Projekt unterstützen, in dem es darum ging, ein Sanierungskonzept zu erarbeiten. Ich habe mit an der integrierten Finanzplanung gearbeitet und am Zwischenbericht. Ich durfte sogar den Geschäftsführer der Unternehmerberater zur Vorstellung des Berichts begleiten. Ich fand es sehr interessant und beeindruckend, dies so direkt mitzuerleben.

Also hat sich das Praktikum in der Unternehmerberatung gelohnt?

Auf jeden Fall! Ich habe so viel Neues gelernt und viele Unternehmen von A-Z kennengelernt. Jeder Tag war anders und ich wusste teilweise am Morgen nicht, welche Aufgaben am Nachmittag auf mich warten würden, weil vielleicht ein neues Projekt reinkommt. Ich finde es super, dass es bei FIDES keinen Branchenschwerpunkt gibt. Dadurch wurde es nie langweilig. Ich habe mit Pharmaunternehmen, Unternehmen der Metallbranche, in der Betreuung von Kindern und Jugendlichen und vielem mehr zu tun gehabt. Und jede Branche hat ihre Besonderheiten. Außerdem konnte ich das erste Mal mein Wissen auf dem Studium in der Praxis anwenden. Insolvenzrecht zum Beispiel. Dadurch habe ich erkannt, wie wertvoll die Inhalte des Studiums sind.

Können Sie sich vorstellen nach Ihrem Studium in der Unternehmerberatung zu arbeiten?

Ich denke auf jeden Fall darüber nach. Ich hatte eigentlich überlegt nach meinem Studium wieder in die Steuerberatung zu gehen und das Steuerberaterexamen anzustreben. Aber jetzt überlege ich, ob der abwechslungsreiche Alltag in der Unternehmerberatung nicht besser zu mir passt. Klar ist es auch mal stressig. Vor allem wenn sich Projekte überschneiden. Aber dafür hat man auch immer wieder neue Projekte und immer wieder neue Unternehmen und es wird nie langweilig.
Falls ich wirklich in die Unternehmerberatung gehe, würde ich aber auf jeden Fall wieder in den Mittelstand gehen. Ich mag die familiäre Atmosphäre und dass man alle seine Kollegen gut kennt. Man muss sich ja auch bei der Arbeit wohlfühlen. Das ist das Wichtigste. Und der Vorteil bei FIDES und anderen Mittelständlern ist auch, dass man nicht von Anfang an festgelegt ist. Ich könnte z.B. anfangs in der Wirtschaftsprüfung und Unternehmerberatung tätig sein und dann schauen, wie es sich entwickelt. Ich spiele da aktuell mit vielen Ideen.

Vielen Dank.