Erfahrungsbericht von
Peer Hüneke

Rechtsanwalt, Fachanwalt für Steuerrecht

Herr Hüneke, wann sind Sie das erste Mal mit dem Thema Steuerrecht in Berührung gekommen?

Wirtschaftliche Zusammenhänge und unternehmerische Entscheidungsprozesse haben mich schon immer interessiert. Daher habe ich nach dem Abitur auch darüber nachgedacht, BWL zu studieren. Letztlich entschied ich mich aber doch für Jura. Während des Studiums interessierte ich mich besonders für das Wirtschaftsrecht. Um meine Ausbildung in diesem Bereich weiter zu vertiefen, wechselte ich nach dem Grundstudium an die Universität Osnabrück, weil dort eine wirtschaftswissenschaftliche Zusatzausbildung für Juristen angeboten wurde. Das Steuerrecht war eine Pflichtveranstaltung dieser Zusatzausbildung. Anschließend habe ich mich dann auch für den Studienschwerpunkt Steuerrecht entschieden und meine Ausbildung und berufliche Tätigkeit auf das Steuerrecht konzentriert.

Was hat Sie am Thema Steuerrecht besonders interessiert?

Steuern sind systematisch unverzichtbar und betreffen nahezu Jedermann. Wenn man sich dies einmal bewusstmacht, wird die grundsätzliche Tragweite des Steuerrechts deutlich. Dies hat anfangs mein Interesse geweckt. Später wurde mir klar, wie vielschichtig das Steuerrecht ist und dass es zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten bietet, bei deren Umsetzung auch viele andere Rechtsgebiete, wie beispielsweise das Handels- und Gesellschaftsrecht oder das Erbrecht, zu berücksichtigen sind. Diese komplexe Tätigkeit an der Schnittstelle zwischen Zivil- und Steuerrecht ist meiner Ansicht nach besonders für Juristen, die interdisziplinär mit Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern arbeiten möchten, hoch interessant. Darüber hinaus hat sich dadurch die Möglichkeit ergeben, als Rechtsanwalt in einem unternehmerisch geprägten Umfeld zu arbeiten; für mich persönlich eine sehr gute Kombination.

Welche Stationen haben Sie nach Ihrem Studium durchlaufen und welche Tätigkeiten haben Sie dort ausgeübt?

Im Referendariat habe ich möglichst viele Stationen mit wirtschafts- bzw. steuerrechtlichem Schwerpunkt gewählt und sowohl im Finanzamt als auch in Wirtschaftskanzleien im In- und Ausland gearbeitet. Dadurch konnte ich meine theoretischen Kenntnisse aus der Studienzeit vertiefen und erstmals konkret anwenden. Nach dem zweiten Staatsexamen war ich für eine Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft tätig. Dort habe ich anfangs viele Tätigkeiten eines Steuerassistenten, wie beispielsweise die Erstellung von Steuererklärungen und Jahresabschlüssen, übernommen und damit quasi eine praktische Grundausbildung im Bereich Steuern absolviert. Später habe ich mich dann zumeist mit steuerlichen Spezialthemen befasst. 

Wie sind Sie auf FIDES aufmerksam geworden?

Während des Studiums habe ich ein Praktikum bei der Rechtsanwaltsgesellschaft Nölle & Stoevesandt absolviert. Diese Gesellschaft arbeitet sehr eng mit FIDES zusammen. Daher hatte ich damals auch die Gelegenheit FIDES kennenzulernen und einen durchweg positiven Eindruck erhalten. Da FIDES zu den größten Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaften in Bremen gehört und im Bereich der gestaltenden Steuerberatung die Zusammenarbeit von Ökonomen und Juristen besonders fördert, habe ich mich schließlich auch für eine Tätigkeit bei FIDES entschieden.

Haben sich Ihre Erwartungen erfüllt?

Absolut. Vor allem die gute Integration der Rechtsanwälte in der Steuerabteilung habe ich als sehr positiv wahrgenommen. Aber auch die fachübergreifende Zusammenarbeit mit den Wirtschaftsprüfern funktioniert sehr gut. Ich habe eine freundliche Arbeitsatmosphäre mit sympathischen und ambitionierten Kolleginnen und Kollegen vorgefunden. Meine Arbeit ist ebenso anspruchsvoll wie interessant und ich werde bei der Verwirklichung meiner beruflichen Ziele voll und ganz unterstützt. Zudem hat sich für mich bestätigt, dass FIDES in der Region eine führende Rolle im Bereich Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung einnimmt und auch im Bereich IT-Beratung gut aufgestellt ist.

Welche Tätigkeiten übernehmen Sie bei FIDES?

Die Schwerpunkte meiner Tätigkeit haben sich erst im Laufe der Zeit entwickelt. Die zuständigen Partner hatten mir zunächst verschiedene Bereiche in Aussicht gestellt. Das hat mir zu Beginn der Tätigkeit gewisse Freiheiten gelassen. Nach einiger Zeit haben wir dann gemeinsam mögliche Kernbereiche festgelegt. Auf diese Weise konnten sowohl meine persönlichen als auch die Belange des Unternehmens berücksichtigt werden. Seitdem beschäftige ich mich überwiegend mit den Bereichen Erbschaft- und Schenkungsteuer bzw. Unternehmensnachfolge, verfahrens- und steuerstrafrechtlichen Angelegenheiten sowie der Besteuerung öffentlicher und gemeinnütziger Einrichtungen. 

Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit zwischen den Steuerberatern und den Rechtsanwälten in der Steuerberatung?

Bei FIDES sind fast alle Rechtsanwälte im Steuerrecht und den angrenzenden Rechtsgebieten tätig. Daher ist eine nahtlose Zusammenarbeit mit den Steuerberatern möglich. Eine Trennung erfolgt allenfalls tätigkeitsbezogen, da die Rechtsanwälte in der Steuerabteilung regelmäßig mit der projektbezogenen gestaltenden Beratung und weniger mit Tätigkeiten wie der Erstellung von Steuererklärungen oder Jahresabschlüssen befasst sind. 

Wie würden Sie Ihren Arbeitsalltag beschreiben?

Als relativ strukturiert. Ich arbeite meist am Hauptsitz in Bremen und habe dadurch einen verhältnismäßig geregelten Tagesablauf. Normalerweise liegen sowohl kleinere als auch größere Projekte auf meinem Schreibtisch. Manche Fälle werden über mehrere Monate begleitet und andere Themen haben sich bereits nach einem Gespräch mit der Kollegin oder dem Kollegen erledigt. Daher gibt es sowohl Arbeitstage, an denen ich verschiedene Mandate bearbeite und zudem noch Termine wahrnehme, als auch Tage oder Wochen, die nur von einem Thema bestimmt werden. Dabei bleiben stressige und arbeitsintensive Phasen natürlich nicht aus. Aber insgesamt lässt sich die Arbeit trotzdem gut mit meinem Privatleben vereinbaren.

Welche Entwicklungsziele möchten Sie bei FIDES noch erreichen?

In erster Linie möchte ich mich in meinen Kernbereichen weiterentwickeln und dort als fester Ansprechpartner etablieren. Langfristig möchte ich bei FIDES mehr Verantwortung übernehmen und unseren Mandanten eine praxisorientierte interdisziplinäre Beratung aus einer Hand bieten.

Herr Hüneke, vielen Dank für das Gespräch.

Sehr gerne.