Unternehmen sind von der Corona-Krise in vielen Bereichen massiv beeinträchtigt. Doch die nächste Betriebsprüfung kommt bestimmt. Zur Vorbereitung sollten Sie schon jetzt die Besonderheiten des Jahres 2020 dokumentieren.

Die Finanzverwaltung nutzt bei der Betriebsprüfung bereits jetzt verschiedene digitale Methoden. In den kommenden Jahren wird sich dieser Trend noch verstärken. Insbesondere im Jahr 2020 kann es zu Auffälligkeiten bei Verprobungen und Abweichungen gegenüber Vergleichswerten kommen.

Je nach Prüfungsintervall erfolgt die Betriebsprüfung des Jahres 2020 erst in einigen Jahren. Derzeit kommt es immer wieder zu neuen Entwicklungen, die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise sind nicht absehbar. Daher sollten Unternehmen sicherstellen, dass die Besonderheiten des Jahres 2020 auch in einigen Jahren noch nachvollziehbar sind und prüfungssicher erläutert werden können. Legen Sie sich daher eine Dokumentation an, in der wesentliche Auswirkungen der Corona-Krise auf das Unternehmen dargestellt sind. Bei der nächsten Betriebsprüfung lassen sich Nachfragen so schneller klären und das Schätzungsrisiko verringern. Zeitaufwendiges Recherchieren im Laufe der Betriebsprüfung kann durch rechtzeitiges dokumentieren vermieden werden.

Von der Corona-Krise sind nahezu alle Unternehmensbereiche beeinträchtigt: Umsatzeinbrüche aufgrund von Lockdowns oder verändertem Kundenverhalten, schwankende Personalaufwendungen infolge von Kurzarbeit, Forderungsausfälle oder verspäteter Zahlungseingang. Die Aufzählung lässt sich beliebig fortführen, bis hin zu gesunkenen Stromkosten infolge von Home Office. Einige Unternehmen konnten durch die veränderte Situation auch profitieren. Die Bundesregierung hat verschiedene Hilfsprogramme gestartet, die zu Mittelzuflüssen führen. Aus steuerlicher Sicht ist insbesondere auch die vorübergehende Absenkung der Umsatzsteuerätze zu nennen.

Die Dokumentation sollte alle Corona-bedingten Einflüsse auf die Einnahmen und Ausgaben des Unternehmens beinhalten. Sie sollten Schwankungen plausibel erklären und belegen können. Wichtig ist es, die zeitliche Abfolge der Beeinträchtigungen zu erfassen. Abgelegt werden sollten die Vorschriften und Verordnungen durch Behörden und deren konkreter Einfluss auf den Umsatz, zum Beispiel durch Begrenzung der Öffnungszeiten. Die veränderte Situation bei Kunden und Lieferanten etwa durch Stornierung von Aufträgen oder gestiegene Materialkosten in Folge von Lieferengpässen sollten Sie ebenfalls dokumentieren. Im Bereich der Personalaufwendungen können Sie Schwankungen durch Kurzarbeit oder Quarantäne erfassen. Änderungen des Geschäftsmodells durch neue Vertriebswege oder beim Betriebsablauf, etwa durch den vermehrten Einsatz digitaler Kommunikationsmittel, können Sie ebenfalls belegen. Auch besondere Mittelzuflüsse durch Kredite, Soforthilfen oder Privateinlagen sollten Sie nachweisen können.

Bei der Erstellung einer Corona-Dokumentation kann FIDES Sie unterstützen.