1944: Kriegswirren und Überlebenskampf.

Bei dem bis dahin schwersten Luftangriff auf Bremen in der Nacht vom 18. auf den 19. August 1944 wird das damalige Büro von FIDES in der Bahnhofstraße 35 vollständig zerstört. Nur wenige Unterlagen können aus dem Geldschrank gerettet werden und per Handkarren in ein Ausweichbüro gebracht werden. FIDES zieht vorübergehend in die Obernstraße, in Räumlichkeiten der damaligen Nord­­­­­deut­schen Kredit­bank. Im Oktober 1944 wird die Bremer Innenstadt und auch das Gebäude der Nord­deut­schen Kreditbank fast vollständig zerstört. Dieses Mal erfolgt ein Umzug in die Privat­wohnungen zweier Gesell­schafter.

1945: Neuer Aufschwung nach Kriegsende.

Die Besatzungsmächte bestätigen alle persönlich haftenden Gesellschafter von FIDES in ihren Funktionen. FIDES erhält zudem von der amerikanischen Militärregierung den Auftrag, die in einem Speicher des Übersee­hafens gelagerten Care-Pakete nachzuprüfen. Als Zahlungsmittel für die Prüfungsgebühr werden Care-Pakete vereinbart.

In den kommenden Jahren verändert sich die Zusammensetzung der Mandantschaft von FIDES. Zu den Großunternehmen treten vor allem mittelständische Unternehmen aus der Region. Schifffahrt und Verkehr sowie traditionell wichtige Bereiche der Bremer Wirtschaft erleben einen stürmischen Aufschwung. Handel und Banken nehmen an der Öffnung der Märkte teil und benötigen die Unterstützung von Prüfern und Beratern. Das Steuerrecht wird zunehmend komplizierter und zentraler Beratungsgegenstand. Auch auf die öffentliche Verwaltung erstreckt sich nun das Betätigungs­feld von FIDES: Kommunen benötigen Abschlussprüfungen und Beratung für eigene Wirtschaftsbetriebe oder Beteiligungen an Gesellschaften in privater Rechtsform.

1948: Währungsreform.

Mit der Währungsreform zur D-Mark am 20. Juni 1948 normalisieren sich die Verhältnisse aufgrund einer immer besser funktionierenden Marktwirtschaft wieder. FIDES prüft die DM-Er­öffnungs­bilanzen und den Jahresabschluss zahlreicher Bremer Unternehmen.